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Pflege – Attraktiver Beruf mit Chancen

Die Schweiz benötigt 240 000 zusätzliche Pflegefachpersonen. Der Pflegeberuf bietet spannende Perspektiven, um sich zu entwickeln. Der Einstieg ist mit einer dreijährigen Grundausbildung möglich, aber auch auf dem zweiten Bildungsweg. Der Pflegeberuf verändert sich permanent und stellt hohe Anforderungen an die Pflegenden. Sie geniessen bei Patientinnen und Patienten eine hohe Wertschätzung. Trotzdem hat der Beruf ein Imageproblem.

In der Sendung praxis gsundheit „Pflege – Attraktiver Beruf mit Chancen“ spricht David Staudenmann mit Lumnije Memisi, Pflegedienstleiterin an der Senevita Obstgarten, Affoltern am Albis, und Markus Stadler, Stv. Leiter Fachbereich Ausbildung am Berner Bildungszentrum Pflege, über den Pflegeberuf.

gemeinsam statt einsam

Lumnije Memisi, Pflegedienstleiterin an der Senevita Obstgarten, Affoltern am Albis

Die Zahlen sprechen für sich: 180 000 Arbeitnehmende sind aktuell im Pflegebereich tätig. Zusätzlich benötigt unser Gesundheitssystem mittel- bis langfristig weitere 240 000 Pflegende. Menschen leben länger und in 20 Jahren werden rund 300 000 demente Menschen in der Schweiz leben.

Pflege lebt auch von Wärme, von zwischenmenschlicher Nähe. Hohe Sozialkompetenz gepaart mit medizinischen und technischen Skills werden den Pflegeberuf in Zukunft ausmachen. Pflege bedeutet Teamarbeit, die auch über die eigene Disziplin hinaus geht. Interdisziplinäres Arbeiten mit verschiedenen Medizinalberufen wird immer wichtiger. Diese Entwicklung macht den Beruf attraktiv. Patientinnen und Patienten profitieren von den vielfältigen Kompetenzen der Pflegenden. Auch verändert sich der Pflegeberuf laufend. Die Abläufe werden schneller, die Dokumentation der Patientengeschichten ist anspruchsvoll, die rasante Entwicklung der Technik wird sich in den nächsten Jahren auf den Beruf auswirken. Robotik wird den Menschen in der Pflege allerdings nie ersetzen können, sondern nur ergänzen.

Eine Imagekorrektur des Berufs ist notwendig. Die enorm hohe Eigenverantwortung und Autonomie widerspiegeln sich zwar in der Wertschätzung von Patienten und Angehörigen, nicht jedoch konsequent in der Gesellschaft und im Gesundheitssystem.

Berufseinsteiger absolvieren in der Regel die dreijährige Grundausbildung. Nach der Grundausbildung ist ein Studium an einer höheren Fachschule (HF) möglich, mit Berufsmatura auch an einer Fachhochschule (FH). Zudem stehen Pflegenden Vertiefungen in eine spezifische medizinische Fachrichtung, im Management oder in der Ausbildung offen. Senevita, führende Anbieterin im Bereich betreutes Wohnen und Langzeitpflege, bietet im Rahmen der „Senevita Akademie“ beispielsweise öffentliche Weiterbildungen an.
Der Pflegeberuf bietet Menschen mit einem anderen beruflichen Hintergrund gute Einstiegsmöglichkeiten.

Mai 2018

 

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