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Muskelkrankheiten – wenn die Genetik fehlerhaft ist

Es gibt verschiedene Muskelkrankheiten. Im Volksmund bezeichnet man sie auch als „Muskelschwund“. Ein genetischer Defekt verursacht fehlerhafte Muskelzellen, die früher kaputt gehen und ab einem gewissen Grad durch Fett und Bindegewebe ersetzt werden.

Muskelkrankheiten sind neuromuskulärer Natur und kommen sehr selten vor. Sie sind vererbbar und meist angeboren. Wenn die Muskelstruktur nicht gut ist, ist keine Kraft vorhanden. Bei Dystrophien ist die Muskelzelle nicht stabil und geht früher kaputt. Der Körper kann ab einem bestimmten Grad nicht mehr mithalten, neue Muskelzellen zu bilden. Die Zellen werden dann durch Fett und Bindegewebe ersetzt. So geht bei den Betroffenen mit den Jahren die Kraft weg.

Auch die Atemmuskulatur und die Herzmuskulatur sind von dieser Erkrankung betroffen, daher haben Muskelkranke auch eine verminderte Lebenserwartung.

Eine Heilung von Muskelkrankheiten ist heute undenkbar. In den letzten Jahren hat die Forschung aber extrem starke Fortschritte gemacht. Man versteht die Krankheiten nun besser und weiss durch Studien, welche Medikamente das Fortschreiten der Krankheit entschleunigen könnten. Ein offziell erhältliches Medikament gibt es jedoch noch nicht. Viele Substanzen beeinflussen nur manche Untergruppen von Muskelkrankheiten positiv.

Die Stiftung TELETHON setzt sich aktiv dafür ein, mehr Forschung über Muskelerkrankungen zu betreiben und Betroffenen so besser zu helfen.

In der Sendung praxis gsundheit „Lebensstark trotz Muskelkrankheit“ spricht David Staudenmann mit PD Dr. med. Andrea Klein, Viktor Röthlin und einem Patienten über neuromuskuläre Erkrankungen.

Ich habe einen enormen Kampfgeist

Philippe Rognon, Koordination Telethon Deutschschweiz

November 2015

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