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Schilddrüsenkrebs – oft junge Leute betroffen

Schilddrüsenkrebs ist eine seltene Erkrankung, die aber stetig zunimmt. Meistens sind junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren betroffen.

Die Aufgabe der menschlichen Schilddrüse ist es, verschiedenste Hormone zu bilden und im Körper weiterzuleiten. Diese sind vor allem für den Stoffwechsel, die Verdauung, das Herz-Kreislauf-System und die Körperwärme-Regulation zuständig. Um die Hormone zu bilden, ist der Nährstoff Jod unabdingbar. Hierzulande wird wegen Jodknappheit in den Böden das Speisesalz mit Jod angereichert. Eine normale Funktion der Schilddrüse ist auch für Kinder und Babys wichtig – sie spielt eine zentrale Rolle in der geistigen und körperlichen Entwicklung.

Bildet sich an der Schilddrüse neues, bösartiges Gewebe, bezeichnet man dies als Schilddrüsenkrebs. Hauptsächlich betroffen sind jüngere Menschen, meistens Frauen.

Erste Symptome können harte oder knöcherige Knoten sein, die sich am Hals herausstellen und nicht weh tun. Oft verläuft der Schilddrüsenkrebs jedoch symptomlos. Erst wenn der Tumor grösser wird, stellen sich klare Beschwerden wie Schluckprobleme, Husten, Atembeschwerden, Appetitlosigkeit oder Gewichtsabnahme ein.

Schilddrüsenkrebs wird stadiengerecht behandelt, alle Fälle werden im Board mit verschiedenen Spezialisten besprochen. Das Standardverfahren beinhaltet eine Operation. Unter Umständen beinhaltet die Therapie auch eine Radiojodbehandlung. Dabei wird dem Patienten eine Salzkapsel, deren Jod radioaktiv gemacht wurde, verabreicht. Diese kann zurückgebliebene Krebszellen – zurückgebliebenes Mikrogewebe – aufspüren und zerstören. Voraussetzung für diese Behandlung ist, dass der Patient sauber operiert wurde, das heisst, die komplette Schilddrüse wurde mitsamt allen Lymphknoten entfernt. Nach Entlassung aus dem Spital ist der Patient in der Regel wieder frei von Radioaktivität und kann seinem Alltag nachgehen.

In der Sendung TOP MED „Schilddrüsenkrebs – oft junge Leute betroffen“ spricht Geri Staudenmann mit PD Dr. med. Gerhard Huber, Prof. Dr. med. Hans Steinert und einem Patienten über die Krebsenstehung an der Schilddrüse.

Ich bemerkte die Knoten in den Ferien

Norbert Beutler, Patient

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