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Knieprothese – Individuelle Planung – Persönliche Betreuung

Nach dem Einsatz eines künstlichen Kniegelenks beginnt die Nachbehandlung. Bei einer eigenen Physiotherapie im Hause profitiert der Patient von einer Betreuung von A bis Z. Er wird persönlich betreut und auch bei Rückschlägen unterstützt.

Beim Einsatz eines künstlichen Kniegelenks wird die Gelenksoberfläche ersetzt. Das Gelenk wird dabei weiterhin von den Bändern und Sehnen geführt. Das Ziel ist es, eine möglichst natürliche Rekonstruktion der ursprünglichen Beweglichkeit zu erreichen.

In der Sendung praxis gsundheit „Knieprothese – Individuelle Planung – Persönliche Betreuung“ spricht David Staudenmann mit Dr. med. Pierre Hofer und Dr. med. Peter Mewe, Ärztliche Leiter der Orthopädie St. Gallen sowie einem Patienten über die Vorteile einer persönlichen Betreuung von A bis Z beim Einsatz eines künstlichen Gelenks.

Ich bin wieder komplett schmerzfrei

Max Frei, Patient

Bei der individuellen Prothetik wird ein 3D-Modell des zu operierenden Knies erstellt. Die Schnittführung des Operateurs kann durch passgenaue Schablonen aus dem 3D-Modell exakt auf den Patienten zugeschnitten werden. Das ist mitunter ein wichtiger Faktor, damit die Bänder wieder ihre gewohnte Spannung aufbauen können.

Wurde das künstliche Kniegelenk eingesetzt, stellt die Physiotherapie in der Zeit nach dem Eingriff eine Schlüsselrolle dar. Durch sie wird versucht, die nötige Stabilität und Kraft im Knie wiederaufzubauen. Verfügt man über eine eigene Physiotherapie, ist die persönliche Weiterbetreuung nach dem Eingriff ein grosses Plus. Der Prozess beginnt kurz nach der Operation im Spital, wo gemeinsam das Aufstehen und Gehen geübt wird. Nach der Entlassung wird die Nachbehandlung ambulant weitergeführt, indem die Kraft und Stabilität wiederhergestellt wird – unter anderem mittels schonendem Wassertraining.

Die interdisziplinäre Begleitung des Patienten unter einem Dach setzt eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Physiotherapeuten voraus. Das bietet sehr viele Vorteile, denn man kann den Patienten von A bis Z persönlich betreuen.
Kurze Kommunikationswege ermöglichen rasche Entscheidungen. Der Patient profitiert von einem eingespielten Team, das seine Geschichte kennt und ihn auch bei Rückschlägen unterstützt.

Das Knie ist ein kompliziertes Gelenk. Aus diesem Grund besteht – wie bei jeder Operation – das Risiko für Komplikationen. Die häufigsten davon sind Einsteifungen und Vernarbungsreaktionen. Seltener sind Infektionen, welche in knapp 2% aller Fälle auftreten. Auch bei solchen heiklen Situationen ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit im gleichen Hause wertvoll, denn für fast jedes Problem findet man gemeinsam eine passende Lösung.

Sportliche Aktivitäten sind auch mit künstlichem Kniegelenk gesund und sogar empfohlen. Während Ausdauersportarten grundsätzlich geeignet sind, sollten Stop-and-Go-Bewegungen, wie sie beim Fussball oder Squash vorkommen, gemieden werden, da sie zu vorzeitigem Verschleiss führen können. Man geht davon aus, dass ein künstliches Kniegelenk rund 20-30 Jahre hält. Setzt der Verschleiss früher ein, sind auch Wechseloperationen möglich. Mit allen Patienten werden routinemässige Kontrolluntersuchungen durchgeführt.

März 2018

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