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Schwere Depression – eine Krankheit

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Jede vierte Frau und jeder achte Mann sind betroffen. Niedergeschlagenheit oder bedrückende Gefühle können erste Anzeichen sein. Depressionen verlaufen meist in Episoden. Besonders ohne Behandlung treten später weitere depressive Episoden auf. Unbehandelt kann eine schwere Depression entstehen.

Gedrückte Stimmungslage, Interessensverlust, Freudlosigkeit und Mangel an Antrieb sind Symptome einer Depression. Diese psychischen Symptome ziehen sich häufig über einen langen Zeitraum hin. Menschen mit Depressionen können ohne Grund niedergeschlagen sein und verlieren die Freude, beispielsweise an einem geliebten Hobby, am Beruf, an Freunden, oder sogar am Zusammensein mit den eigenen Kindern. Weitere Symptome einer Depression sind Konzentrationsstörungen, mangelndes Selbstwertgefühl und körperliche Beschwerden. Eine schwere Depression kann suizidale Gedanken auslösen.

Die Ursachen einer Depression sind vielfältig. Es gibt Menschen, die anfälliger sind als andere. Biologische und psychologische Einflüsse können Gründe dafür sein. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Persönliche Faktoren können ebenfalls einen grossen Einfluss haben. Belastungen wie Stress im Berufsleben, Tod eines nahestehenden Menschen oder Probleme in der Partnerschaft können Auslöser für eine Depression sein.

Der Arzt oder der Psychologe stellt die Diagnose anhand von typischen Anzeichen. Die Behandlung von einer schweren Depression ist das Zusammenspiel einer medikamentösen Therapie mit Antidepressiva und einer psychotherapeutischen Behandlung. Diese Therapie zielt darauf ab, negative Denkmuster abzubauen und wiederkehrenden Symptomen frühzeitig entgegenzuwirken. Die Chancen, eine Depression erfolgreich zu behandeln, sind gut.

In der Sendung praxis gsundheit „Schwere Depression – eine Krankheit“ spricht David Staudenmann mit Prof. Dr. med. Christoph Nissen, Chefarzt und stellv. Direktor an den Universitären Psychiatrischen Diensten (UPD) Bern über schwere Depression.

Das Stigma ist heute die grösste Hürde zu einer guten und erfolgreichen Behandlung.

Prof. Dr. med. Christoph Nissen, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

November 2019

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