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Vulvakrebs – Karzinom im Intimbereich

Der Vulvakrebs (Vulvakarzinom) ist eine seltene, aber stetig zunehmend auftretende Tumorerkrankung des weiblichen Geschlechtsorgans. Patientinnen sind meistens etwas älter; es kann aber auch jüngere Frauen betreffen.

Beim Vulvakrebs sind können die grossen und kleinen Schamlippen sowie die Klitoris befallen werden. Man geht davon aus, dass HPV-Viren zur Entstehung dieses Krebses beitragen können. Jungen Frauen wird also eine Impfung empfohlen, am besten zwischen 12 und 16 Jahren vor dem ersten Sexualkontakt.  Andere Gründe für die Entwicklung von Vulvakrebs sind immunsuppressive Medikamente, Entzündungen, alterstypische Hautveränderungen, Hautreizungen (z.B. durch Nässen bei Inkontinenz). Andere chronische Erkrankungen der Vulva, z.B. Lichen Sclerosus, erhöht das Risiko eines Vulvakarzinoms ebenfalls.

Die Symptome sind teilweise sehr unspezifisch, die auf die Hautveränderungen zurückzuführen sind, beispielsweise Juckreiz. Erst in spätem Stadium können verhärtete Hautstellen, narben- oder warzenartige Knoten oder Geschwüre sowie blutiger Ausfluss auftreten.

Der Arzt diagnostiziert den Krebs durch lokalen Befund (visuell) und weiteren Tests. Es muss beispielsweise geklärt werden, ob Lymphknoten befallen sind. Die Behandlung hängt vom Schweregrad ab. Früher wurde teilweise der ganze Intimbereich entfernt, heute versucht man möglichst sparsam zu operieren und die Vulva möglichst zu erhalten.

In der Sendung praxis gsundheit „Vulvakrebs – kein ungefährlicher Alterskrebs“ spricht David Staudenmann mit Dr. med. Peter Diebold und einer Patientin über Vulvakrebs.

Ich bin voller Lebensfreude

Heidi Böhlen, Patientin

November 2015

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