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BAG-Direktor Strupler und economiesuisse-Präsident Karrer – Krisenbewältigung nach Corona

ExpertInnen: Pascal Strupler, Heinz Karrer

Die Schweiz ist in der Reha. Das zeigt auch die 16. Ausgabe des Kult-Events Schlagaustausch in Ring von BOXENBERN. Wegen Corona findet der Event erneut ohne Gäste statt. Anstelle der sonst zahlreichen Gäste um den Ring stehen Kameras und zwei Schwergewichte aus der Gesundheits- und Wirtschaftspolitik im Ring. BAG-Direktor Pascal Strupler und economiesuisse-Präsident Heinz Karrer diskutieren unter der Leitung von Geri Staudenmann über die Krisenbewältigung von Corona.

Corona hat gezeigt, dass Politik und Wissenschaft zusammengerückt sind, was gut und notwendig ist. Gemäss BAG-Direktor Strupler ist die Schweiz für eine nächste Welle gut gerüstet, man kann schneller reagieren als bisher, Material und Medikamente sind genügend vorhanden. Strupler lobt die Arbeit der Kantone in Bezug auf das aktuelle Contact-Tracing. Damit können rasch neue Infektionsherde lokalisiert werden. Dass sich aktuell laufend neue Epidemiologen zur Situation äussern, ist für Strupler normal. Neue Gesichter nutzen die Situation, um sich einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

 

Versorgungssicherheit ist nicht gleich Selbstversorgung! Wenn beispielsweise Impfstoffe in der Schweiz produziert werden sollen, müssen diese international wettbewerbsfähig sein!

Heinz Karrer, Präsident economiesuisse

Frust und harte Schule für Spitäler

Spitäler und Ärzte haben sich über Corona-bedingte Ausfälle beklagt. Strupler ist überzeugt, die Ausfälle werden aufgeholt. Im Zusammenhang mit stationären Angeboten jedoch sagt Strupler unmissverständlich, dass die Spitäler durch eine harte Schule gehen werden. In der Krise schaut jeder für sich, langfristig ist jedoch eine Regionalisierung von Spitälern unter dem finanziellen Druck unumgänglich. Eine Lanze bricht Strupler für die Pflegenden. Er hofft, dass das Parlament doch noch einen Weg findet, den Forderungen der Pflegenden näher zu kommen.

Raschmöglichst aus der Krise heraus und Wohlstand erhalten

Ein düsteres Bild der Schweizer Wirtschaft zeichnet economiesuisse-Präsident Heinz Karrer. Erst Ende 2022 stehen wir wieder dort, wo wir vor Corona gestanden haben, sagt er. Er prognostiziert eine tiefe Rezession. Trotzdem gibt er dem Bundesrat und der Verwaltung gute Noten für die kurzfristige Bewältigung der Krise mit der Regelung für die Kurzarbeit, den Krediten und weiteren Massnahmen. Gemäss Karrer wurden alle Akteure einbezogen. Entscheide wurden verstanden, akzeptiert und umgesetzt. Nun gehe es darum, so rasch wie möglich aus der Krise herauszufinden. Die Wirtschaft ist gemäss Karrer geeint. Anders sieht es bei der Politik aus. In der aktuellen Session werden Massnahmen zerschlagen, welche der Schweiz im jetzigen Zeitpunkt helfen könnten, beispielsweise der Abbau von Importzöllen. Die Schweiz ist gemäss Karrer eines der am besten gerüsteten Länder der Welt, um diese Krise zu bewältigen. Es braucht jetzt den Willen aller, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich die Wirtschaft erholen kann.

Partner des Schlagaustausch im Ring: KPT, Pfizer, santémedia AG

12. Juni 2020

 

Unsere Beiträge bieten Ihnen hochwertige und verlässliche Informationen. Dafür stehen namhafte Expertinnen und Experten, sowie die journalistische Sorgfalt eines erfahrenen TV-Teams.

ExpertInnen:
Pascal Strupler, ehem. Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, zukünftiger VRP Spital Wallis
Heinz Karrer, Präsident economiesuisse
Moderation:
Geri Staudenmann, Inhaber santémedia AG, Moderator medizinischer und gesundheitspolitischer TV-Sendungen
Produktion:
Amanda Epper, Leiterin Produktion, santémedia AG
Herausgeber:
santémedia AG, Bern, spezialisiert auf Kommunikation im Gesundheitswesen, realisiert seit 2001 eigene, redaktionelle medizinische und gesundheitspolitische TV-Sendungen und ist in der Schweiz Marktführerin in diesem Bereich.
Beitrag erstellt:
12.06.2020
Letzte Überprüfung:
11.04.2024

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