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Schleudertrauma – was hilft?

Als Schleudertrauma wird eine Verletzung im Bereich der Halswirbelsäule bezeichnet. Ein solches Trauma tritt durch rasch aufeinander folgende, entgegengesetzte Bewegungen des Kopfes auf. Beim Schleudertrauma sind Gewebe wie Muskel- und Bindegewebe betroffen, sogenannte Weichteilverletzungen. In einigen Fällen können Gelenkverletzungen und Knochenbrüche vorkommen.

In der Sendung praxis gsundheit „Schleudertrauma – was hilft?“ spricht David Staudenmann mit Dr. Marco Vogelsang, Chiropraktor, und einer Patientin über einen Unfall, der das Leben der Patientin komplett veränderte.

Meine Beweglichkeit nach der ersten Behandlung war viel besser

Romy Walther, Patientin

Die häufigste Ursache für ein Schleudertrauma sind Autounfälle, vor allem Auffahrunfälle. Nicht selten führen auch Sportunfälle zu einem Schleudertrauma. Die Beschwerden können so stark sein, dass das Leben massiv eingeschränkt wird. Die häufigsten Symptome sind Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Muskelverspannungen. Weitere mögliche Beschwerden sind Schwindel, Übelkeit und Sehstörungen. Auch grosse Müdigkeit macht Betroffenen das Leben schwer.

Im Jahr 2003 hatte die Patientin mit ihrem Motorrad einen Zusammenstoss mit einem entgegenkommenden Motorradfahrer, der auf die falsche Strassenseite geriet. Bei ihr wurde ein Schleudertrauma diagnostiziert.  Verschiedenste Therapien und zwei Reha-Aufenthalte brachten keine Besserung.  Die Patientin konnte ihrem normalen Alltag nicht mehr nachgehen und wurde nach ein paar Jahren als arbeitsunfähig eingestuft.

Nach einem ersten Gespräch machte sich Dr. Vogelsang, Chiropraktor, ein detailliertes Bild der Beschwerden und der Geschichte der Patientin. Anhand von zahlreichen, bestehenden Röntgenbildern aus den bisherigen Therapien konnte er die Ursachen der Beschwerden an der Halswirbelsäule erkennen und eine genaue Diagnose stellen. Chiropraktorinnen  und Chiropraktoren behandeln in der Regel manuell mit der so genannten Chiropraktischen Manipulation, also ohne Medikamente oder chirurgische Eingriffe. Die Patientin liess sich mehrere Male vom Chiropraktor therapieren, Besserung stellte sich überraschend schnell ein. Sie gewann ein grosses Stück Lebensqualität zurück und kann heute wieder teilhaben am aktiven Leben.

Die Leistungen der Chiropraktorinnen und Chiropraktoren in der Schweiz werden durch die Grundversicherung vergütet. Patientinnen und Patienten können sich somit direkt an eine entsprechende Praxis wenden. Ausnahmen sind Hausarztmodelle der Krankenversicherer, bei denen zuerst ein Hausarzt konsultiert werden muss.

Oktober 2018

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