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Mammographie – Scherbenhaufen Brust-Screening?

ExpertInnen: Dr. med. Christian Weber, Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg

Sind Brust-Screenings unnötig zur Erkennung von Brustkrebs? Ein vor wenigen Wochen publizierter Expertenbericht verunsicherte Frauen und löste in Ärztekreisen eine Welle der Empörung aus.

Brustkrebs (medizinisch: Mammakarzinom) ist die häufigste Krebsart bei Frauen in der Schweiz. Frauen ab 50 wird deshalb ein regelmässiges Brustscreening empfohlen. Einige Kantone haben entsprechende Programme eingeführt. Doch ein vor wenigen Wochen publizierter Expertenbericht verunsicherte Frauen und löste in Ärztekreisen eine Welle der Empörung aus. Aufwand und Ertrag stünden in einem Missverhältnis. Sind Brust-Screenings unnötig zur Erkennung von Brustkrebs? Die Krebsliga ist der Meinung, dass die Wirkung des Brustscreenings gross genug ist, um eine Durchführung zu rechtfertigen. Konkret in Zahlen bedeutet dies, dass wenn 1000 Frauen sich einem regelmässigen Screening unterziehen, 4 anstatt 5 Frauen im Verlauf von 10 Jahren an Brustkrebs versterben. «Wildes» Screening bei Verdachtsfällen habe einen deutlich tieferen Nutzen. Kritiker dieser Daten argumentieren, dass bei der Interpretation der Studien von idealisierten Bedingungen ausgegangen wurde und dass die Studien über 30 Jahre alt sind. Ein Umdenken müsse stattfinden.

In der Sendung praxis gsundheit «Scherbenhaufen Brust-Screening – wie weiter?» spricht Geri Staudenmann mit Dr. med. Christian Weber und Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg. Die Sendung geht dem Bericht auf den Grund und versucht zu klären, welchen Stellenwert die Mammografie heute hat.

Brust-Screening bleibt sinnvoll

Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg

März 2014

 

Unsere Beiträge bieten Ihnen hochwertige und verlässliche Informationen. Dafür stehen namhafte Expertinnen und Experten, sowie die journalistische Sorgfalt eines erfahrenen TV-Teams.

ExpertInnen:
Dr. med. Christian Weber, Geschäftsstelle Swiss Medical Board
Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg, Präsident der Krebsliga Schweiz, Chefarzt für Hämatologie am Unispital Basel
Moderation:
Geri Staudenmann, Inhaber santémedia AG, Moderator medizinischer und gesundheitspolitischer TV-Sendungen
Produktion:
Amanda Epper, Leiterin Produktion
Herausgeber:
santémedia AG, Bern, spezialisiert auf Kommunikation im Gesundheitswesen, realisiert seit 2001 eigene, redaktionelle medizinische und gesundheitspolitische TV-Sendungen und ist in der Schweiz Marktführerin in diesem Bereich.
Beitrag erstellt:
21.03.2014
Letzte Überprüfung:
10.02.2022

3 Comments

  1. Irene Gypas

    Bei mir wurde vor 6 Jahren ein östrogenproduzierendes Mammakarzinom, Zufallsbefund, diagnostiziert und zwar ein sehr agressiver Tumor. Wäre er ein Jahr später entdeckt worden hätte ich mit Metastasen zu kämpfen, würde ich überhaupt noch Leben? Zu fragen nach Aufwand und Ertrag finde ich ziemlich pietätlos!!! In meinem Freundes und Bakanntenkreis sind innerhalb 7 Jahren 5 Freundinnen/Bekannte an Brustkrebs erkrankt. Folglich frage ich mich, stimmt diese Statistik oder wird sie aus kostengründen manipuliert??

    Reply
  2. Mailin Dautel

    Meine Schwägerin hat verdacht auf Brustkrebs. Jetzt muss sie zur Radiologie um das kontrollieren zu lassen. Es ist wichtig das so schnell wie möglich herauszufinden damit man mittels Behandlung helfen kann.

    Reply
  3. Antonia

    Ich finde Mammograpie sehr wichtig. Sie schreiben ja, dass die Studie sehr alt ist. Die Methoden werden ja immer besser. Brustkrebs trifft so viele Frauen! Ich habe nun auch von einer neuen Methode gehört, dass Tasten von Blinden. Das finde ich ergänzend gut.

    Reply

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