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Oberschenkelhalsbruch – differenzierte Behandlungsmöglichkeiten

Ein Oberschenkelhalsbruch ist sehr schmerzhaft. Besonders ältere Menschen haben ein hohes Sturzrisiko und sind häufiger von Osteoporose betroffen als jüngere. Meistens kommen Patienten nicht um eine Operation herum. Welche Behandlung die Richtige ist, kommt ganz auf den Patienten und seinen Bruch an – von der Totalendoprothese bis zum Erhalt des eigenen Gelenks ist alles möglich.

Oberschenkelhalsbrüche sind eine der häufigsten Verletzungen des älteren Menschen. Besonders gefährdet sind Patienten mit Osteoporose. Dabei nimmt die Knochenmasse ab, die Knochen sind weicher und weniger stabil. In der Folge brechen sie bei einem Sturz viel häufiger.

Der Oberschenkelhals ist sehr nahe beim Hüftgelenk lokalisiert. Bricht dieser Knochen, verursacht das sehr starke Schmerzen, das Bein kann meistens nicht mehr von selbst angehoben werden. Mit Hilfe eines Röntgenbildes kann der Arzt den Bruch sicher diagnostizieren.
Die jeweilige Wahl der Behandlung ist und muss sehr individuell sein. Hier spielen die Knochengesundheit, die Art und Form des Bruchs, weitere Erkrankungen und Wünsche des Patienten eine Rolle. Je jünger der Patient, desto öfter versucht man, das eigene Gelenk zu erhalten.

In der Sendung praxis gsundheit „Oberschenkelhalsbruch – differenzierte Behandlungsmöglichkeiten“ spricht David Staudenmann mit Dr. med. Markus Janke, Leitender Arzt Orthopädie und Traumatologie am Spital Thun und einem Patienten über Oberschenkelhalsbrüche, eine häufige Folge von Stürzen im Alter.

Meine Hüften sind auf beiden Seiten beschwerdefrei

Hans Ulrich Beck, Patient

Eine konservative Therapie ohne Operation ist nur in den wenigsten Fällen möglich. Dabei muss die Achse des Bruchs genau stimmen. Meistens ist also eine Operation notwendig, um den Oberschenkelhalsbruch zu kurieren. Je schneller behandelt werden kann, desto besser sind die Prognosen. Nebst der Totalendoprothese gibt es auch die Option, bei älteren, nicht mehr so aktiven Patienten eine Teilprothese einzusetzen.
Eine Totalprothese verspricht im Allgemeinen jedoch ein geringes Risiko für eine erneute Operation und eine in der Regel gute Funktion. Sie birgt aber selbstverständlich auch die Gefahr, sich zu lockern, zu verschieben oder sich zu infizieren.

Vor einer Operation gilt es abzuklären, ob und wie stark der Betroffene unter Osteoporose leidet. Eine entsprechende Versorgung mit Medikamenten senkt das Risiko, nach dem Eingriff erneut einen Bruch zu erleiden. Zudem empfiehlt es sich, Stolperfallen zu Hause zu beseitigen, die Gangsicherheit zu trainieren und Notfallvorkehrungen zu treffen, sollte doch einmal ein Sturz passieren. Auch nach einer operativen Behandlung sollte der Verlauf von Hüftprothese und/oder Osteoporose im Auge behalten werden.

Dezember 2017

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