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Nierenversagen – Langer Weg bis zur Spenderniere

Bei Nierenversagen braucht der Patient eine neue Niere. Bis eine passende Spenderniere verfügbar ist, muss sich der Patient einer regelmässigen „Blutwäsche“ unterziehen. Dies nennt man im Fachjargon Dialyse. Nierenversagen kommt heute doppelt so häufig vor wie vor 10 Jahren. Auch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt mit einem Nierenversagen an.

Die Nieren filtern primär unser Blut, produzieren Harn und regulieren den Säure-Basen-Haushalt. Sekundär bilden sie verschiedene Hormone, die für die Funktion des Knochenstoffwechsels, Blutdrucks und Blutkörperchen eine grosse Rolle spielen.

Erkrankt die Niere, schränkt sie Schritt für Schritt ihre Funktion ein. Dies nennt man Niereninsuffizienz. Resultiert aus diesem Zustand ein Nierenversagen, kann die Niere gar nicht mehr arbeiten. Frühsymptome können sehr vielfältig sein. Im Fall unserer Patienten waren dies Erschöpfung und Übelkeit.

In der Sendung praxis gsundheit „Polymorbidität und Dialyse“ spricht David Staudenmann mit Prof. Dr. med. Armin Stucki, Chefarzt Medizinische Klinik, Spital Thun, Dr. med. Brigitte Landtwing, Leiterin Nephrologie und Dialyse, Spital Thun und einer Patientin über Nierenversagen und Behandlungsmöglichkeiten.

Ich fühle mich in der Dialysestation gut aufgehoben

Marlis Buholzer, Patientin

Patienten mit einem Nierenversagen müssen sich 3-4 Mal wöchentlich einer Dialyse unterziehen. Die Blutwäsche dauert jeweils etwa vier Stunden. Dabei übernimmt eine Maschine die Hauptaufgaben der Nieren (Blutwäsche). Sie filtert Abfallprodukte sowie zu viel Flüssigkeit aus dem Blut.

Für Patienten, deren Nieren sich nicht von selbst regenerieren, ist eine Nierentransplantation notwendig. Die Wartelisten in der Schweiz sind sehr lang. Je nach Dringlichkeit werden Betroffene immer wieder neu auf der Liste positioniert, was sich täglich ändern kann. Nicht jede Niere ist jedoch für jeden Patienten geeignet. Hier müssen viele Faktoren stimmen, damit die neue Niere erfolgreich transplantiert werden kann.

Die Patientin aus der Sendung wartet aktuell noch auf eine neue Niere und berichtet darüber, wie ihr Alltag aussieht.

August 2017

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