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Krampfadern – modernes Therapieverfahren

Krampfadern sind erweiterte Venen, deren Klappe nicht mehr richtig funktioniert. Das Blut kann somit nicht mehr gut aus den Beinen abtransportiert werden. Nebst der Ästhetik bergen Krampfadern auch die Gefahr für gesundheitliche Komplikationen. Bei der modernen Behandlung entfernt die kaputten Venen minimal invasiv mit einem in die Venen eingeführten Katheter.

Krampfadern, auch Varizen genannt sind erweiterte Venen, die sich vornehmlich in den Beinen entwickeln und gut sichtbar hervortreten.

In der Sendung praxis gsundheit „Krampfadern – modernes Therapieverfahren“ spricht David Staudenmann mit Dr. med. Non-Merens Haupt, Spitalfacharzt Angiologie, Spital Thun und einer Patientin über Krampfadern.

Ich bin beschwerdefrei

Lucia Keller, Patientin

Schuld ist eine Bindegewebsschwäche, die häufig familiär weitervererbt wird. Krampfadern sind nicht bloss ein ästhetisches Problem, sondern können im schlimmsten Fall sogar Komplikationen verursachen. Um Folgeschäden wie Venenentzündungen, Thrombosen oder offene Beine zu verhindern, ist eine frühzeitige Abklärung beim Arzt wichtig.

Symptome von Krampfadern können nebst den augenscheinlich stark heraustretenden Venen auch schwere, müde Beine sein.
Der Arzt diagnostiziert Krampfadern mittels Befragung, Untersuchung und Bestätigung durch einen Ultraschall.

Dabei gilt es zuerst den Hauptvenenstamm zu untersuchen. Die Venen verfügen über eine Klappe, die das Blut wieder aus den Beinen hochtransportieren.
Bei Patienten mit Krampfadern können die Klappen nicht mehr richtig schliessen, das Blut kann nicht mehr abfliessen und staut sich.

Nebst dem traditionellen Behandlungsverfahren steht heute bei geeigneten Voraussetzungen eine moderne Krampfader-Therapie zur Auswahl. Dabei wird eine Nadel mit einem Führungsdraht wird in Vene eingelegt. Ein Katheter mit Brennelement wird über den Arbeitskanal eingeschleust, welcher die kaputten Venen entfernt. Kleinere betroffene Nebenvenen werden meistens über kleinste Schnitte mit einem Häkchen herausgezogen.

Diese moderne Therapie kann ambulant mit lokaler Anästhesie erfolgen und dauert im Schnitt eineinhalb Stunden. Der Patient kann in der Regel noch am Behandlungstag wieder nach Hause gehen und ist schnell wieder arbeitsfähig.

In den ersten sechs Wochen nach dem Eingriff sollte ein Kompressionsstrumpf getragen werden. Zudem erfolgen ein und zehn Tage nach dem Eingriff Kontrolluntersuchungen, um sicherzustellen, dass alles in bester Ordnung ist. Nach sechs Wochen schliesst die Schlusskontrolle die Behandlung definitiv ab.

März 2018

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