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Entzündliche Darmerkrankung – medikamentöse und operative Therapie

Experten: Dr. med. Andreas Frenzer, Prof. Dr. med. Georg Linke

Bauchschmerzen, anhaltender Durchfall, Blutungen im Mastdarm und zahlreiche andere Leiden sind wesentliche Symptome, wenn sich der menschliche Darm entzündet hat. Treten diese Beschwerden häufig auf, liegt eine chronisch entzündliche Darmerkrankung nahe.

Ist Blut im Stuhlgang, dann ist ein Arztbesuch nötig. Sind wenige Blutspuren auf dem Toilettenpapier sichtbar, muss nicht sofort ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Dann können kleine Afterrisse oder Hämorrhoiden der Grund dafür sein. Um eine Darmerkrankung zu diagnostizieren, wird oftmals beim Arzt vor Ort eine ambulante Darmspiegelung (Koloskopie) durchgeführt. Bei einer Darmspiegelung kann der ganze Dickdarm untersucht werden, Gewebeproben entnommen und kleinere Eingriffe durchführt werden.

Bei der Patientin wurde nach der Darmspiegelung eine schwere Form von Colitis Ulcerosa am Dickdarm diagnostiziert. Typische Symptome sind blutiger und schleimiger Durchfall, bei schweren Fällen sind auch eine erhöhte Häufigkeit von Stuhlgang und kolikartigen Bauchschmerzen möglich. Die Ursachen sind nach wie vor unbekannt. Häufig reicht die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, um die Symptome zu lindern. Im Fall der Patientin entschied man sich für eine Kortisonbehandlung. Diese Behandlung ergab keine langfristige Genesung und man setzte deshalb ein Biologikum ein, auch damit stellte sich keine Besserung ein. Nach Absprache zwischen dem behandelten Arzt und dem Chirurgen, entschied man sich für einen Chirurgischen Eingriff. Bei der Operation werden Teile des Dickdarms oder im Falle der Patientin der gesamte Dickdarm operativ entfernt. Anschliessend wird ein Pouch (Reservoir) aus Dünndarm geformt und der Dünndarm mit dem Analkanal verbunden. Ein dauerhafter künstlicher Darmausgang ist meist nicht notwendig, kann aber in schwierigen Fällen notwendig sein, wenn Heilungsstörungen auftreten.

In der Sendung praxis gsundheit „Entzündliche Darmerkrankung – medikamentöse und operative Therapie“ spricht David Staudenmann mit Prof. Dr. med. Georg Linke, Chefarzt Chirurgie, Spital Thun und Dr. med. Andreas Frenzer, Leitender Arzt Gastroenterologie, Spital Thun mit einer Patientin über entzündliche Darmerkrankung.

Mir geht es heute gut!

Therese Thoeni, Patientin

Das Spital Thun bietet endoskopische Abklärungen und Therapien sowie Sprechstunden für alle Erkrankungen des Verdauungstraktes an. Eine gute und enge Zusammenarbeit der Chirurgen, Gastroenterologen, der Stoma und Ernährungsberatung ist enorm wichtig, um die Patienten individuell und richtig zu behandeln.

Oktober 2018

 

Unsere Beiträge bieten Ihnen hochwertige und verlässliche Informationen. Dafür stehen namhafte Experten und die journalistische Sorgfalt eines erfahrenen TV-Teams.

Experten:
Dr. med. Andreas Frenzer, Facharzt FMH für Innere Medizin und Gastroenterologie, Leiter Gastroenterologiezentrum, Spital Thun
Prof. Dr. med. Georg Linke, Facharzt FMH für Chirurgie, Schwerpunkt Viszeralchirurgie , Chefarzt Chirurgie, Spital Thun
Moderation:
David Staudenmann, Geschäftsführender Gesellschafter der santémedia AG, Moderator medizinischer TV-Sendungen seit 2011
Patientenerfahrung:
Therese Thoeni, Erfahrungsbericht zu Colitis Ulcerosa
Produktion:
Amanda Epper, Leiterin Produktion
Herausgeber:
santémedia AG, Bern, produziert seit 2001 medizinische und gesundheitspolitische TV-Sendungen und ist in der Schweiz Marktführerin auf diesem Gebiet.
Beitrag erstellt:
24.04.2020
Letzte Überprüfung:
24.04.2020

1 Kommentar

  1. Neeltje

    Interessant, dass bei Blut im Stuhl gleich ein Arztbesuch nötig ist. Ich hätte eigentlich gedacht dies könne auch auf äußerliche Verletzungen zurückzuführen sein. Vielleicht mache ich mal einen Termin beim Arzt für eine Darmspiegelung.

    Reply

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