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COPD? Mit Rauchen aufhören!

COPD ist eine Lungenkrankheit, die mindestens 25% aller Raucher früher oder später betrifft. Durch die Inhalation von Schadstoffen, wie sie in Zigaretten vorkommen, wird die Lunge zerstört. Betroffene leiden unter Husten, Atemnot und Auswurf.

Im Interview mit PD Dr. Jürg Hamacher, Facharzt für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin, FMH, bringen wir in Erfahrung, was genau COPD ist und was Betroffene dagegen tun können.

Am Mittwoch, 15. November 2017 ist Welt COPD-Tag. Mehr Informationen und Aktivitäten sind pro Kanton auf der Website der Lungenliga Schweiz zu finden.

Was ist COPD?
Die chronisch- obstruktive Lungenerkrankung (englisch chronic obstructive pulmonary disease, abgekürzt COPD) ist eine Krankheit, die vor allem Raucher betrifft. Entstehen kann sie durch die fast 5’000 verschiedenen belastenden Substanzen im Tabakrauch. Diese verursachen eine Entzündung in der Lunge. Diese Entzündung wirkt zerstörerisch, weil die Lunge diese nicht genügend abstellen kann. Somit geht immer ein kleiner Teil der Lunge kaputt. Man geht aufgrund von Studien davon aus, dass mindestens 25% der regelmässigen Raucher an COPD erkranken.

Erkranken nur Raucher an COPD?
Ja, eigentlich schon. Es bestehen seltene Ausnahmen, z. B. die Möglichkeit, dass Fäkalien von Kühen und insbesondere von Schweinen aggressive Substanzen freisetzen und Bauern, die im Stall arbeiten, an einer leichten COPD erkranken können, oder man einen seltenen Mangel, Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, hat. Beides ist aber selten.

Was können Betroffene präventiv tun?
Nicht rauchen – oder es aufgeben! Alle Medikamente wirken ganz sekundär. Sie bestimmen den Verlauf der Krankheit praktisch nicht, oder nur minimal. Entscheidend ist es, die Schädigung zu stoppen.

Was kann man tun, wenn man den Verdacht hat, an COPD zu leiden?
Oft kann die Hausärztin oder der Hausarzt die Lungenfunktion selbst messen, ansonsten überweist er den Betroffenen an uns Lungenspezialisten.
Fit zu bleiben und sich gesund zu ernähren ist bei COPD ebenfalls zentral. Wir atmen, um eine körperliche Leistung auszuführen. Wenn wir einen gut trainierten Muskel haben, müssen wir für seine Leistung doppelt so viel atmen als für einen schlecht trainierten. Aus diesem Grund versuchen wir, Patienten durch eine Rehabilitation zu unterstützen. Schlussendlich ist es aber essentiell, das eigene Training zu Hause konsequent durchzuziehen. Das bedeutet Lebensqualität. Zudem sind Impfungen wie Grippe-und Lungenentzündungsimpfung wichtig, um Erkältungen zu umgehen, die eine COPD verschlechtern können.

santemedia.ch hat das Interview mit PD Dr. Jürg Hamacher im November 2017 geführt.

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