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Berner Regierungspräsidentin Beatrice Simon – Grenzen verbinden

ExpertInnen: Beatrice Simon

Im letzten Jahr ihres Amtes als Finanzdirektorin wurde Beatrice Simon nach 2016/2017 vergangene Woche zum zweiten Mal zur Präsidentin der Berner Regierung gewählt. Nach der dritten Legislatur ist dann Schluss. Die Regierungsrätin (Die Mitte) kandidiert nicht mehr und gibt ihr Amt Ende Mai 2022 nach zwölf Jahren ab. Über die Aufgaben des Präsidiums, Höhepunkte ihrer Regierungsratszeit, was ihr in ihrer Arbeit wichtig ist, ihr Motto im Präsidialjahr, was sie für die Bevölkerung tun kann und wie sie sich auf das Leben nach ihrem Rücktritt einstellt – darüber spricht Geri Staudenmann mit Beatrice Simon auf dem Sofa Jaune im Studio von santemedia.

Höhepunkte in ihrer bisherigen Zeit als Regierungsrätin gäbe es viele, sagt Beatrice Simon. Nicht einzelne Ereignisse, sondern die Summe vieler schöner Erlebnisse seien das, was für sie zähle. Zu den Aufgaben einer Regierungspräsidentin gehört die Leitung der Sitzungen der Kantonsregierung. Es gehört auch dazu, den Kanton Bern zu repräsentieren. Dies fülle die bereits volle Agenda zusätzlich, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Beatrice Simon wäre auch offen, über ein zweijähriges Präsidium zu diskutieren. Man müsse schlussendlich vieles lernen und ein zweites Jahr würde manches einfacher machen. Für sie jedoch ist im kommenden Jahr Schluss, sie tritt nicht mehr zur Wiederwahl an. Ihre Regierungskolleginnen und -kollegen kämen jetzt langsam wieder in den Wahlkampfmodus, sie könne sich diesbezüglich zurücklehnen, meint sie lachend. Im Gegensatz zu ihr wird sich der amtierende Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg erneut zur Wiederwahl stellen, dies war lange nicht klar. Beatrice Simon begrüsst dies, denn gerade in schwierigen Zeiten sei Kontinuität und Einheit ein wichtiges Element. Dies sei der Berner Regierung in der Krise gut gelungen, so ihr Fazit.

Für mich persönlich ist es wichtig, dass die Bevölkerung merkt, die Mitglieder der Regierung sind Menschen, mit denen man reden kann, die nicht abgehoben sind.

Regierungspräsidentin Beatrice Simon, Finanzdirektorin des Kantons Bern

Grenzen verbinden – elf Grenzkantone

Ein Motto ist zwar kein Muss für die Regierungspräsidentin oder den Regierungspräsidenten, aber Beatrice Simon hat sich auch diesmal für ein Motto entschieden: Grenzen verbinden. Der Kanton Bern grenzt an elf andere Kantone, eine Zahl, die überrascht. Über 100 Gemeinden grenzen an einen oder mehrere Kantone (Anmerkung der Redaktion). Die neu gewählte Regierungspräsidentin besucht für jeden Grenzkanton eine Gemeinde, wo immer möglich direkt auf der Grenze, und sucht dort den Austausch mit den Gemeindevertretern von Bern und der Gemeinde auf der anderen Kantonsseite. Sie möchte den Menschen zuhören, sich austauschen über die Chancen, Risiken oder Herausforderungen in einer Randregion. Sie freut sich auf schöne Begegnungen. Der Start erfolgt noch diesen Monat mit Saanen (BE) und Rougement (VD). Man trifft sich auf einer Alp im Grenzgebiet zu einem lockeren Gespräch bei einem z’Vieri. Jede der elf Begegnungen im Laufe des Jahres wird anders sein. Im Herbst beispielsweise wird sie mit den Gemeindepräsidenten Pilze suchen.

Kommunikation und ein offener Austausch sind ihr grundsätzlich sehr wichtig. Konflikte entstehen oft, wenn man nicht gut miteinander kommuniziert, sagt sie. Diese Haltung widerspiegelt sich auch im diesjährigen Regierungsratsfoto. Es wurde bewusst im Museum für Kommunikation in Bern realisiert.

Finanzergebnis besser als befürchtet

Finanzdirektoren sage man nach, sie würden immer schwarzmalen, meint Beatrice Simon. Der Kanton Bern kommt wohl einigermassen glimpflich durch die Coronakrise. Sie wolle eben nicht schwarzmalen, aber auch nicht zu euphorisch sein. Die Zeichen seien positiv, die Steuerausfälle wegen Corona nicht so gravierend wie dies erwartet wurde. Die Entwicklung stimme sie doch positiv.

Für die Zeit nach ihrer Aufgabe als Finanzdirektorin schmiedet Beatrice Simon einige Pläne, lässt aber auch vieles offen.

 

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ExpertInnen:
Beatrice Simon, Regierungspräsidentin, Finanzdirektorin des Kantons Bern
Moderation:
Geri Staudenmann, Inhaber santémedia AG, Moderator medizinischer und gesundheitspolitischer TV-Sendungen
Produktion:
Grazia Siliberti, Mitglied der Geschäftsleitung
Herausgeber:
santémedia AG, Bern, spezialisiert auf Kommunikation im Gesundheitswesen, realisiert seit 2001 eigene, redaktionelle medizinische und gesundheitspolitische TV-Sendungen und ist in der Schweiz Marktführerin in diesem Bereich.
Beitrag erstellt:
14.06.2021
Letzte Überprüfung:
14.06.2021

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