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Prostatakrebs – Vorsorge erhöht die Heilungschancen

ExpertInnen: PD Dr. med. Jörn Kamradt

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Dank der Früherkennung lassen sich Sterberaten deutlich senken und Behandlungen oft erfolgreich durchführen. santemedia hat mit PD Dr. med. Jörn Kamradt, Facharzt für Urologie, Schwerpunkt operative Urologie, Salem-Spital Bern, über moderne Therapieoptionen gesprochen und durfte mit einem Patienten über seinen persönlichen Behandlungsverlauf sprechen.

Thomas Feucht hatte keine Symptome, ging jedoch mit 50 Jahren zur Vorsorgeuntersuchung zu seinem Hausarzt. Dabei wurde sein PSA-Wert kontrolliert und es zeigte sich, dass dieser langsam anstieg. Da der erhöhte Wert auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen konnte, wurde Thomas Feucht an die Urologie überwiesen. Dort ergab die grundlegende Untersuchung, dass ein möglicher Prostatakrebs vorliegen könnte. Weitere Abklärungen mittels MRT der Prostata sowie eine Prostatabiopsie bestätigten diesen Verdacht.

 

 

Empfohlen wird, dass Patienten ab dem 45. Lebensjahr eine Früherkennungsuntersuchung wahrnehmen, um so eine mögliche Prostatakrebserkrankung frühzeitig zu behandeln

PD Dr. med. Jörn Kamradt, Facharzt für Urologie, Schwerpunkt operative Urologie, Salem-Spital Bern

Individuelle Therapieentscheidungen bei Prostatakrebs
Bei einer bestätigten Diagnose stehen den Patienten verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Diese reichen von einem abwartenden Beobachten bis hin zur radikalen Entfernung der Prostata oder einer Bestrahlung. Welche Therapie am geeignetsten ist, hängt sowohl von der Art des Prostatakrebses ab als auch vom allgemeinen Gesundheitszustand und dem Alter des Patienten. Auf dieser Basis legt ein interdisziplinäres Tumorboard gemeinsam fest, welche Therapiemöglichkeiten für den einzelnen Patienten am besten geeignet sind.

Diese individuelle Herangehensweise ist entscheidend, weil sowohl der Befund als auch jeder Patient unterschiedlich sind. Dadurch kann die Behandlung optimal auf den jeweiligen Verlauf abgestimmt werden. Dies zeigt auch der Fall von Thomas Feucht. Bei ihm wurde zuerst ein wenig aggressiver Prostatakrebs diagnostiziert, welcher regelmässig überwacht wurde. Im Verlaufe der Überwachung stellte sich jedoch heraus, dass der Krebs aggressiver geworden ist. Deshalb wechselte man auf eine aktive Behandlung. Thomas Feucht erhielt drei mögliche Therapieoptionen. Er entschied sich am Schluss für die radikale Entfernung der Prostata, um weitere gesundheitliche Risiken zu vermeiden und die bestmögliche Heilungschance zu erzielen.

Roboterassistierte Operation als moderne Methode
Die grösste Herausforderung bei einer radikalen Prostatakrebsoperation ist einerseits, den Tumor vollständig zu entfernen andererseits, die empfindlichen Strukturen rund um die Prostata zu schonen. Wie bei den Therapieoptionen stehen bei der Operation unterschiedliche Techniken zur Verfügung. Im Fall von Thomas Feucht wurde eine roboterassistiere Operation durchgeführt. Diese Methode kann den Heilungsverlauf positiv beeinflussen und ermöglicht es vielen Patienten, schneller wieder ihren Alltag aufzunehmen.

Die Rolle der „Prostata Care Nurse“
Eine wichtige Rolle während des gesamten Behandlungszeitraums ist die psychologische Begleitung. Für viele Betroffene kommt die Diagnose unerwartet. Hier unterstützt die Prostata Care Nurse, welche eine Art Lotsenfunktion einnimmt und die Patienten durch die verschiedenen Schritte der Behandlung begleitet. Auch Thomas Feucht erhielt ab Zeitpunkt der Diagnose die Möglichkeit, sich and die Prostata Care Nurse zu wenden. Er brauchte die psychologische Betreuung zwar nicht intensiv, war jedoch dankbar, bei Fragen jederzeit eine kompetente Ansprechperson zu haben.

Mit Vorsorge zu besseren Heilungschancen
Prostatakrebs ist behandelbar, vor allem, wenn er früh erkannt wird. Moderne diagnostische Verfahren, individuelle Therapieansätze und innovative Operationsmethoden bieten heute sehr gute Heilungschancen. Gleichzeitig zeigt der Fall von Thomas Feucht, wie wichtig persönliche Begleitung und kompetente Ansprechpersonen während des gesamten Behandlungswegs sind. Die Kombination aus medizinischem Fortschritt, interdisziplinärer Zusammenarbeit und menschlicher Unterstützung ermöglicht es Betroffenen, zuversichtlich ihre Therapie anzugehen. Damit Prostatakrebs möglichst früh entdeckt wird, lohnt sich eine Vorsorgeuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr.

 

Unsere Beiträge bieten Ihnen hochwertige und verlässliche Informationen. Dafür stehen namhafte Expertinnen und Experten, sowie die journalistische Sorgfalt eines erfahrenen TV-Teams.

ExpertInnen:
PD Dr. med. Jörn Kamradt, Facharzt für Urologie, Hirslanden Salem-Spital
Moderation:
David Staudenmann, CEO und Mitinhaber santémedia AG, Moderator medizinischer und gesundheitspolitischer TV-Sendungen
Patientenerfahrung:
Thomas Feucht, Hatte Prostatakrebs
Produktion:
Michaela Seiler, Leiterin Produktion, santémedia AG
Herausgeber:
santémedia AG, Bern, spezialisiert auf Kommunikation im Gesundheitswesen, realisiert seit 2001 eigene, redaktionelle medizinische und gesundheitspolitische TV-Sendungen und ist in der Schweiz Marktführerin in diesem Bereich.
Beitrag erstellt:
24.11.2025
Letzte Überprüfung:
26.11.2025

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