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Laufschuhe zücken – Darum sollten Sie auch im Winter nicht aufs Joggen verzichten

Viele von uns geniessen das Joggen auch im Winter. Der Dauerlauf trainiert die Kondition, stärkt das Herz-Kreislauf-System, begünstigt die Knochendichte und lüftet den Kopf durch. Auf was muss man in der kalten Jahreszeit besonders achten?

Wir haben bei Patrick Jaberg, Halbprofisportler, Coach für Ausdauersportler und Mitarbeiter bei BigFriends, wichtige Tipps zum Dauerlauf im Winter abgeholt.

santemedia.ch führte für diesen Beitrag ein mündliches Interview mit Patrick Jaberg im November 2017.

Jogger holen sich im Winter die fehlende Energie zurück, indem sie sich bewegen!

Patrick Jaberg, Halbprofisportler, Coach für Ausdauersportler und Mitarbeiter bei BigFriends

Sollte ich als Einsteiger mit dem Joggen besser im Frühling beginnen?
Nein, der Einstieg in den Laufsport ist zu jedem Zeitpunkt ideal. Wenn die Motivation vorhanden ist, sollte sofort gestartet werden.

Also bietet das Joggen in der Winterzeit auch Vorteile?
Ich behaupte sogar, dass Laufen in der kalten Jahreszeit wichtiger ist als im Sommer. Unser Energielevel sinkt nach dem Herbst merklich. Die Tage sind kürzer, es ist kälter. Man fühlt sich schlapp und ist oft müde. Das Laufen kann dies ausgleichen. Joggen zu gehen braucht oft enorme Überwindung. Nachher fühlt man sich dafür fantastisch. Man ist stolz auf sich, den inneren Schweinehund überwunden zu haben, fühlt sich frisch und hat das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

Ist das Joggen trotz Wintermüdigkeit zu empfehlen?
Gerade wegen der sogenannten Wintermüdigkeit sollte man Laufen gehen! Man holt sich die fehlende Energie zurück, indem man sich bewegt. Mein Tipp: Fixe Trainingstage einbauen und sich mit Freunden verabreden. Der Spass-Faktor ist so höher – und das gemeinsame Joggen absagen tut niemand gern.

Kann man ohne Bedenken bei Kälte und Minustemperaturen Laufen gehen?
Ja, aber mit guter Kleidung! Das Laufen bewegt den ganzen Körper. Viele Läufer sind sogar zu warm angezogen. Wichtig ist ein Kopfschutz, da über den Kopf am meisten Wärme abgegeben wird. Ich persönlich finde ein Halstuch sehr nützlich. Bei kalter Luft kann dieses über die Nase gezogen und so die Luft etwas erwärmt werden. Allgemein sollte man versuchen, durch die Nase einzuatmen. Die Luft wird so gefiltert und gewärmt. Eine Faustregel besagt: Die ersten zehn Minuten nach dem Loslaufen sollte man eher kalt haben.

Wie sieht angemessene Laufkleidung im Winter aus?
Ich empfehle das Zwiebelsystem. Das heisst, mit Schichten arbeiten. Die 1.Schicht (am Körper anliegend) ist die Wichtigste. Es sollten atmungsaktive Textilien sein, damit man trocken bleibt und die Körpertemperatur nicht absinkt. Anschliessend können, je nach Kälte, 1-2 Schichten darüber gezogen werden. Die äusserste Schicht sollte eine „witterungsangepasste“, wind,- und regenabweisende Schicht sein.

Was gibt es beim Laufen in der Dunkelheit zu beachten?
Das Wichtigste ist: Sehen und gesehen werden! Reflektierende Kleidung, um sich sichtbar zu machen, ist sehr zu empfehlen. Eine Stirnlampe hilft, sich in der Dunkelheit zurechtzufinden.

Weitere wertvolle Informationen und Tipps zum Thema Laufsport erhalten Sie bei BigFriends, dem Spezialisten für Sportausrüstung.

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