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Corona-Zahlen und neue Solidarität in Frage gestellt

ExpertInnen: Dr. med. Hans Merki

Er ist Arzt, der als Gastroenterologe praktiziert, er ist Gastronom, der in Bern immer wieder die Gastroszene mit neuen Restaurants und Bars aufmischt, und er ist Natur- und Tierliebhaber. Hans Merki hat viele Facetten und nimmt kein Blatt vor den Mund. Das Krisenmanagement des Bundesrats in der Pandemie beurteilt er zwiespältig, hinterfragt die Zahlen der Corona-Toten des BAG und fragt sich, weshalb die Welt in dieser Pandemie eine nie dagewesene Solidarität an den Tag legt. Geri Staudenmann empfängt eine spannende Persönlichkeit auf dem Sofa Jaune im Studio von santemedia.

Gastroenterologe sei er geworden, weil das Fach die Innere Medizin mit manuellen Fertigkeiten verbindet. Heute ist Hans Merki in einer Gruppenpraxis und als Belegarzt in einem Privatspital tätig. In seiner Funktion als Arzt kritisiert er, dass die Meinung und die Inputs der Ärzte in der Pandemie weder vom Bundesrat, dem Bundesamt für Gesundheit noch von der Presse gehört wurden. Für Hans Merki stimmt die Verhältnismässigkeit der Massnahmen nicht: Weltweit sind 5,3 Millionen Tote, welche «im Zusammenhang» mit Corona gestorben sind, zu beklagen. Zahlen von Corona-Toten sind täglich zu hören und zu lesen. Hingegen findet beispielsweise die Zahl der Hungertoten pro Jahr (im mittleren, zweistelligen Millionenbereich pro Jahr – Anmerkung der Redaktion) kaum Aufmerksamkeit. Was sind Corona-Tote, fragt sich Hans Merki und zweifelt die Zahlen des BAG an. Starben die Menschen an Corona oder aufgrund von anderen Krankheiten? Hat Corona das Leben möglicherweise nur etwas verkürzt? Für ältere, kranke Menschen sei Corona zwar gefährlich, aber gemäss Statistiken nicht wesentlich gefährlicher als eine Grippe, so Merki. Er wundert sich über die Solidarität zwischen den Staaten in dieser Pandemie. Denn in anderen Themen sei sie nicht vorhanden, sagt er. Er würde sich mehr Sachlichkeit statt Panik wünschen.

Die Menschheit wird aus meiner Sicht nicht ausgerottet durch Corona. Deshalb hätte ich mir weniger Panik und mehr Sachlichkeit gewünscht.

PD Dr. med. Hans Merki, FMH Gastroenterologie und Unternehmer

Sachliche Töne schlägt Hans Merki an, wenn es um den Tod geht. Als Arzt hinterfragt er, was machbar und schlussendlich sinnvoll sei in der Medizin. Soll ein sehr kranker, alter Mensch noch operiert werden oder soll man ihn begleiten? Diese Fragen gelten auch für Corona. Alte Menschen waren in dieser Pandemie im Fokus. Doch für Hans Merki ist es ebenso tragisch, was mit den jungen Menschen passiert. Eine persönliche Erfahrung kürzlich in Italien hat gezeigt, dass unzählige Jobs verloren gegangen sind. Er ist überzeugt, wir gehen einer grossen Krise entgegen. Dies und weitere negative Auswirkungen wie die Zunahme von Kindsmisshandlungen oder Suizide würden Corona untergeordnet. Dafür hat er wenig Verständnis.

Als Gastronom mischt Hans Merki immer wieder die Berner Gastroszene auf. In die Gastronomie eingestiegen ist er aus purer Liebe zum Essen und Trinken. Er liebt natürliche und «ehrliche» Produkte, wie er sagt. Und ehrlich sei nicht immer alles, was der Gast vorgesetzt bekomme. Mit einer natürlichen, eigenen Eiscrème-Marke trifft er den Puls der Zeit. Ein Familienunternehmen in Norditalien stellt das Eiscrème her, ohne jegliche Zusatzstoffe. Die Liebe zur Natur lebt er auch im privaten Bereich. Auf seinem Bauernhof leben rund 60 Tiere, Katzen, Esel, Schafe, Geissen u.a.m.

 

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ExpertInnen:
Dr. med. Hans Merki, FMH Gastroenterologie und Unternehmer
Moderation:
Geri Staudenmann, Inhaber santémedia AG, Moderator medizinischer und gesundheitspolitischer TV-Sendungen
Produktion:
Grazia Siliberti, Mitglied der Geschäftsleitung
Herausgeber:
santémedia AG, Bern, spezialisiert auf Kommunikation im Gesundheitswesen, realisiert seit 2001 eigene, redaktionelle medizinische und gesundheitspolitische TV-Sendungen und ist in der Schweiz Marktführerin in diesem Bereich.
Beitrag erstellt:
31.05.2021
Letzte Überprüfung:
31.05.2021

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