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Tipp der Schweizer Chiropraktorinnen und Chiropraktoren: Rückenschonend Wintersport betreiben

Wintersportler zieht es in den Schnee. Ob man mit Ski, Snowboard oder polysportiv unterwegs ist – das richtige Verhalten ist der Schlüssel für vergnügte und sichere Tage im Schnee. Wer Pisten Sicht und Wetterverhältnisse berücksichtigt, verantwortungsbewusst und mit angepasstem Tempo fährt, schont nicht nur den Rücken, sondern den gesamten Bewegungsapparat.

Die Sportwochen stehen bevor. Damit verbunden ist die Vorfreude, bald auf den Brettern zu stehen. Verständlich, denn die Schneeverhältnisse sind traumhaft. Es lohnt sich für alle Wintersportlerinnen und Wintersportler, sich über das Vermeiden von Risiken Gedanken zu machen und sich entsprechend vorzubereiten. Prävention ist das Zauberwort, mit ein paar wenigen Tipps können Risiken minimiert und somit Unfälle und Folgeschäden verhindert werden.

Als Saisonvorbereitung ist ausreichend Bewegung mit besonderem Augenmerk auf die Rumpf- und Beinmuskulatur wichtig. Koordinationsübungen sind wertvoller als reine Kraftübungen. Wandern, Joggen, Balancieren, Fahrradfahren und Treppensteigen sind ein gutes Grundtraining. Wer Ski oder Board kontrolliert sowie die Bindungen vom Fachmann einstellen lässt, ist optimal vorbereitet. Ist man am Skilift angelangt, empfiehlt sich ein leichtes Aufwärmen.

Die grössten Gefahren drohen am Anfang und Ende des Tages im Schnee. Skifahrer und Snowboarder sollten sich zu Beginn nicht überschätzen und deshalb einfachere Pisten wählen. Dies gilt auch für fortgeschrittene Fahrer. Das Tempo soll den Wetter-, Schnee- und Pistenverhältnissen angepasst sein. Skifahrer mit Rückenbeschwerden sollten auf Fahrten in der Hocke und über Buckelpisten verzichten. Snowboarder mit Beschwerden im Rücken oder Problemen mit Knie- und Fussgelenken sollten besser auf Skier umsteigen.

Sprünge machen Spass und sorgen für den zusätzlichen Kick. Allerdings sollten Sprünge nicht in der Aufwärmphase durchgeführt werden. Die Landezone sollte bei Sprungschanzen steil sind, die Springer sollten die Strecke gut kennen. Lawinengefahr ist in jedem Fall zwingend ernst zu nehmen. Pausen und Verpflegung sollten bewusst eingeplant werden, bei Alkohol ist Vorsicht geboten. Die letzte Abfahrt des Tages langsam anzugehen hilft, den oft müden Körper nicht mehr zu überfordern.

Es gibt Alternativen zum Ski- und Snowboardfahren, die Spass und Bewegung im Schnee bringen. Langlauf erfordert ein gründliches Einwärmen mit Übungen der Schritttechniken. Wer selten fährt oder Anfänger ist, sollte den Startplatz so auswählen, dass nach dem Start kein steiler Abhang zu durchlaufen ist. Bei Schulter-, Handgelenk- und Ellbogenproblemen ist das Langlaufen eher ungeeignet.

Beim Schneeschuhwandern steht die Auswahl des Geländes an oberster Stelle. Der Schwierigkeitsgrad der Wanderung sollte der körperlichen Leistungsfähigkeit angepasst werden. Bei langen Wanderungen sind Verpflegung und eine genügende Flüssigkeitszufuhr zentral.

Nach dem ersten Tag im Schnee helfen sanftes Dehnen, Lockern oder eine Massage dem Körper, sich zu regenerieren. Fühlt man sich nach genügend Schlaf immer noch nicht fit für die Piste, ist ein Tag Pause sinnvoll.

Februar 2018

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