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Referenzpreise – Bittere Pille?

Der Bundesrat will, dass die Kosten für Generika und patentabgelaufene Medikamente sinken. Deshalb hat er einen Vorschlag erarbeitet. Zu diesem Vorschlag, dem Referenzpreissystem, können die Akteure im Gesundheitswesen Stellung nehmen. Und das taten sie im Ring von BOXENBERN. Fünf Sparringpartner – ein Thema.

Die Ansage war klar: Sind Referenzpreise eine bittere Pille oder ein taugliches Mittel, die Gesundheitskosten in unserem Land zu dämpfen oder sogar die Krankenkassenprämien zu reduzieren? BAG-Vizedirektor Thomas Christen, pharmaSuisse-Präsident Fabian Vaucher, vips-Präsident Marcel Plattner, curafutura-Direktor Pius Zängerle und Gesundheitsökonom Stefan Felder waren sich nicht einig über den Nutzen eines neuen Preissystems für Generika. Einig war man sich nur in einer Sache: In der Schweiz werden viel zu wenige Generika abgegeben. Warum: weil es Fehlanreize gibt. Das Abgeben von Generika ist weder für den Arzt noch den Apotheker finanziell attraktiv. Das war es dann auch mit der Einigkeit.

„Versorgungssicherheit ist Angstmacherei“, „keine Experimente, bleiben wir beim bisherigen System, die Preise kommen von alleine nach unten“, „wir haben in den letzten Jahren massive Kosteneinsparungen mitgemacht“… und mehr im Videoclip aus dem Boxkeller.

Wir lehnen das Referenzpreissystem ab, weil das Vertrauen des Patienten in sein Medikament nicht mehr da ist.

Fabian Vaucher, Präsident pharmaSuisse

November 2018

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