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Scherbenhaufen Brust-Screening – wie weiter?

Tatsächlich neue Erkenntnisse oder nur eine Neuinterpretation von alten Daten? Ein vor wenigen Wochen veröffentlichter Bericht zu Brust-Screenings verunsichert Frauen und löst bei Ärzten Empörung aus.

Frauen ab 50 Jahren wird empfohlen, regelmässig ein Brust-Screening durchführen zu lassen. Viele Kantone haben entsprechende Programme eingeführt. Von 1000 Frauen die an einem Screening teilnehmen, kann man bei rund 2 Frauen das Leben retten durch das Screening-Programm. Jedoch wird dadurch bei rund 3 Frauen eine unnötige Biopsie und bei knapp einer Frau eine unnötige Operation durchgeführt. Vor wenigen Wochen wurde nun ein Expertenbericht publiziert, der den Nutzen des Screeningprogramms kritisch in Frage stellt. Die Folge sind verunsicherte Frauen und empörte Ärzte. Das Bundesamt für Gesundheit ist weiterhin der Meinung, dass der Nutzen des Screenings den Aufwand rechtfertige. Dies auch weil der Expertenbericht keine neue Daten präsentieren konnte, sondern sie nur neu interpretierte. Das Expertenteam beruft sich auf eine veränderte Faktenlage und neue Erkenntnisse, die die Daten der 30 Jahre alten Studien unter einem neuen Licht erscheinen lasse. Einigkeit besteht darin, dass die Qualität des Mammographie-Screenings hoch sein muss, um einen Nutzen zu erbringen.

In der Sendung top med „Scherbenhaufen Brust-Screening – wie weiter?“ spricht Geri Staudenmann mit Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno, Oliver Peters, lic. rer. pol. sowie Dr. med. Chris de Wolf. Die Sendung geht dem Bericht auf den Grund und versucht zu klären, welchen Stellenwert die Mammografie heute hat.

Zeit für eine kritische Evaluation des Screenings

Nikola Biller-Andorno

Februar 2014

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